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Willkommen Europa

Seit der Eröffnung im Juni 2014 nutzen vor allem EU-ZuwandererInnen aus den Krisenländern die Hilfsangebote der Anlaufstelle auf der Bornstr. 64 in Dortmund. In den offenen Sprechstunden, die dreimal die Woche für jeweils zwei Stunden angeboten werden,  kommen regelmäßig zwischen 30 und 40 Ratsuchende und ihre Familien. Die Not und der Hilfebedarf der Menschen sind groß - die Mehrheit der Ratsuchenden hat keinen Anspruch auf staatliche Leistungen und fällt durch alle Netze. Kein oder unzureichender Krankenversicherungsschutz, Ausbeutungsstrukturen, unzureichende Sprachkenntnisse, Diskriminierungserfahrungen, Sorgen und Zukunftsängste prägen den Alltag. Der Europäische Traum kann sich in der Realität schnell zum Leben ohne jegliches Sicherheitsnetz entpuppen.  Viele Menschen finden sich plötzlich in Notlagen wieder, wo sich niemand für sie zuständig fühlt und wo die üblichen Hilfestrukturen versagen.

Ökumenische Anlaufstelle für EU-ZuwandererInnen

Der Caritasverband Dortmund hat sich in der Ökumenischen Anlaufstelle „Willkommen Europa“ in der Bornstr.64 mit dem Diakonischen Werk Dortmund und Lünen gGmbH und der GrünBau gGmbH zusammengetan und bedient insgesamt drei Projekte im Handlungsfeld EU-Armutszuwanderung:

Team Aufsuchende Arbeit

Stärkung der Teilhabe benachteiligter EU-ZuwandererInnen am Arbeitsmarkt (gefördert über ESF-Mittel)

  • Zielgruppe: EU-ArmutszuwandererInnen aus Bulgarien, Rumänien und Kroatien im arbeitsfähigen Alter
  • Muttersprachliche/kultursensible Ansprache 
  • Frühestmögliche Kontaktaufnahme Vertrauensaufbau, „Aufschließen“ der Zielgruppe
  • Hinführung zu professionellen Angeboten (Regelangebote, Beratungsstellen)
  • Hinführung zur Kompetenzfeststellung
  • Individuelle Begleitung mit dem Ziel der Arbeitsmarktintegration
  • Bekämpfung krimineller, ausbeuterischer Parallelstrukturen

Team Muttersprachliche Familienbegleiter/innen

Gefördert über Landesjugendplan-Mittel

  • Zielgruppe: Familien aus Bulgarien und Rumänien
  • Behutsame und kultursensible Kontaktaufnahme zu den KlientInnen
  • Themen in der Beratung sind: Allgemeine Aufklärung und Beratung, Familiäre Angelegenheiten, Erziehung, Schule, Kindergarten, Gesundheit, Ernährung, Schwangerschaft
  • Begleitung zu Behörden und Institutionen
  • Angebot von Sprechstunden an Schulen-Informationsveranstaltungen für Eltern zum Thema „Schule“
  • Präsenz und Unterstützung im Beratungsmobil des Jugendamtes

Das multiprofessionelle und mehrsprachige Team der Ökumenischen Anlaufstelle berät und begleitet kostenlos.

ACASA in Dortmund - Brücken bauen in weiterführende Hilfen

Hauptziel von ACASA ist die Hinführung von Betroffenen in weiterführende Hilfen des lokalen Regelsystems. 

Die Zuwandernden, die nach Dortmund kommen, sind zu einem großen Teil im engeren Sinne nicht freizügigkeitsberechtigt. Das heißt, sie sind meist nicht krankenversichert und haben nicht ausreichende Mittel, ihren Lebensunterhalt allein zu bestreiten. Gerade diese Gruppe ist sehr schnell Opfer von ausbeuterischen Strukturen und bedarf sehr umfangreicher Hilfen. Für die Stadtgesellschaft und die Zuwanderer ist es sehr wichtig, die Menschen vor Ausbeutungssituationen am Wohnungs- und Arbeitsmarkt und auch im Bereich der "ausbeuterischen" Helfer zu schützen.

Unser Trägerverbund besteht neben uns aus:

Das Projekt läuft vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2018 und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert. 

 

Weitere Angebote

  • Kompetenzfeststellung für ZuwandererInnen aus Bulgarien, Rumänien und Kroatien
  • Durchführung von Kompetenzfeststellungen zur Ermittlung von Potenzialen und Fähigkeiten (Träger: dobeq GmbH / GrünBau gGmbH)
  • Spanisches Infocafé jeweils Dienstags von 10-12 Uhr
  • Kostenlose Informationen, Hilfestellung, Weitervermittlung in den Sprachen Spanisch und Marokkanisch

Sachspenden erwünscht:

In die Anlaufstelle kommen viele kinderreiche Familien.  Wir freuen uns über gut erhaltene, saubere Stofftiere, Puppen, Spielzeugautos. Gerne können diese direkt zu den Öffnungszeiten abgegeben werden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Gefördert und unterstützt durch